1. Der „Amazonisierung“ der Flächenbedarfe präventiv begegnen.

Warum der Tod von Amazon unausweichlich ist? Jeff Bezos, der Gründer von Amazon, wird so zitiert. Zuletzt im „Business Insider“ im Dezember 2020.  Beachtenswert findet die Autorin Isobel Asher Hamilton: „Solche Äußerungen sind für einen CEO einer Firma dieser Größenordnung ziemlich ungewöhnlich. Normalerweise reden Menschen in Führungspositionen ausschließlich positiv über die Zukunft ihres Unternehmens.“ Schreibt sie. Stimmt es, wenn Jeff Bezos sagt:“ Unternehmen kommen und gehen. Das gilt selbst für die schillerndsten und wichtigsten der jeweiligen Zeit.“

Wenn dem so ist, dann sind die Konzepte zur Nachnutzung dieser Hallen mit bis zu 100.000 Quadratmeter Fläche, fast wichtiger als der eigentliche Erst-Nutzer.

  1. Den Logistikimmobilien eine Diät verordnen?

Vielen gehen die Gewerbeflächen aus. Begriffe wie „Flächenfraß“ stehen plakativ in den Zeitungen. Sie stellen die Nachfrage nach den großen Lagerhallen an den Pranger. Gleichwohl, es entstehen dort wenig Arbeitsplätze: Pro Hektar sind es zwischen 35 und 55. Ein großer Teil davon versendet die bald vier Milliarden Pakete, die pro Jahr durch unsere Haustüren wandern.  Mit samt der vielen LKW-Transporte. Es ist ein Dilemma: Mehr Wirtschaftsleben auf weniger Fläche ist wünschenswert.  Aber wie gestaltet man das?

Hier nur drei Ansatzpunkte, die in meinen nachfolgenden Gedankengängen#2 Logistikimmobilien näher beschrieben werden: Jeder Baumarkt ist eine Logistikimmobilie. Bis zu 70 % der Flächen in Produktionshallen, werden für Logistikaufgaben genutzt. Der Schlüssel liegt in der Optimierung der Bestände und der Verpackung.

  1. „Shopping“ und andere Erlebnisse vorstellbar machen?

Private Erlebnisse in einem Güterverkehrszentrum; sind heute kaum vorstellbar. Was zieht einen dahin, wenn doch die Ware zu uns nach Hause kommt.

Es sei denn, es gibt etwas zu sehen. Gläserne Bauten schaffen Transparenz und Image. Jeder kennt das, wenn man sich die Nase plattdrückt, beim Blick hinter die Kulissen. Häfen, Werften oder Flughäfen sind interessante Besuchsobjekte. Die einem sonntags zeigen, was passiert. Graublaue Fassaden sind dagegen nichtssagend. Obwohl viel dahintersteckt. Wie gestaltet man schrittweise mehr Transparenz?

  1. Mehr Aufenthaltsqualität schaffen!

Der Begriff ist eng mit unseren Innenstädten verbunden. Die Bremer Innenstadt ist beispielsweise, bezogen auf die Fläche, ähnlich groß, wie das naheliegende Werkgelände von Mercedes Benz. Obwohl die Menschen sich wohl länger auf dem Werkgelände aufhalten als in der Innenstadt. Ziehen Gewerbegebiete naturgemäß nur die Menschen an, die dort hinmüssen. Wie wird ein Modell aussehen, dass Stadtplaner und Fabrikplaner gemeinsam planen? Ist die nachhaltige Quartiersentwicklung eine Blaupause für die Fabrikplaner – oder umgekehrt?

  1. Dont´t deliver a product, deliver experience.”

Es ist ein ewiges Dilemma: Wenn man mit einem Flächenangebot zu früh ist, kassiert man ein: „Nein, kein Bedarf“. Ist man zu spät, ist die Chance vertan. Entsprechend kurz ist das Zeitfenster zwischen Bedarf und Standortentscheidung. Gleiches gilt, wenn die Flächen zwar da, aber nicht verfügbar sind. In dem Fall vermarktet man für ein Zeitfenster in der unbestimmten Zukunft und hofft, dass sich der Bedarf dann findet. Wenn dem so ist, bleibt die eigene Kompetenz mit samt der eigenen kreativen Leistung, um auf dem Weg dahin Inhalte zu liefern.

  1. Die emotionale Seite von Standortentscheidungen berücksichtigen:

Es scheint oft so, dass neben allen Zahlen, Daten und Fakten die finale Entscheidung für Unternehmensstandorte durch Emotionen geprägt sind.

Somit wären die ureigenen Emotionen, die einem mit dem Standort verbindet, zu transportieren. Schließlich hat man sich selbst einmal für den Standort entschieden, den man jetzt vermarktet.  Tourismusexperten arbeiten auch damit, um Urlauber an den Standort zu binden. Sie müssten mit an den Tisch.

  1. „Worst Case“ Szenario: Was ist, wenn nichts mehr geht? Risiken vorher betrachten.

Wenn Liegenschaften auf einmal verfügbar sind, weil der bisherige Nutzer am Boden liegt. Wenn Werkstore und Läden schließen. Dann muss schnell der Rettungsanker her und danach die langfristige Strategie. Mit dem Rücken zur Wand sucht man nach neuen Perspektiven. Niemand denkt gerne an das „Worst-Case“ Szenario. Wenn man Gewerbegebiete und Liegenschaften aus dieser Perspektive betrachtet ist das ein Teil des Risikomanagements.

Gedankengänge#1 – Von der ersten Idee bis zur ersten Inventur.  Der Kreis schließt sich somit wieder beim ersten Gedankengang, der Prävention. Zum letzten Punkt Risikomanagement entsteht gerade der Entwurf zur Folge Gedankengänge#4 in der Standortentwicklung.

In Gedankengänge#2 und #3 geht es um Logistikimmobilien und die Anforderungen an den Hafen der Zukunft.

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