Zwei Tage vor Heiligabend, Weihnachtsstimmung.

Nach dem Kundenanruf; Galgenhumor. Dort stand der Meister im Lager mit dem Rücken zur Wand: Produktionsstillstand, das Lager bereits überfüllt, wartende LKW´s vorm Tor. Was tun?  Ein Außenlager in Echtzeit musste her. Freie Fläche finden? Okay, aber die laden keinen LKW ab und melden keine Bestände zurück. Aber Glück im Unglück, einer kannte den anderen, Netzwerk, der Vertrag kam per Handschlag zustande.

Der umgekehrte Fall, ein klarer Blick auf leere Flächen. Nach dem Projekt ist vor dem Projekt. Eine Zwischennutzung wäre schön, sie bringt Flächen, Personal und Gerät wieder ins Geld. Davor stehen die klassischen Hemmschwellen: Zeit, Lagerprofil und -anforderungen, Marktzugänge, Abrechnung, Verträge, Bestandsführung, Organisation.

Aber man ist nicht alleine. In Deutschland sind 500 Millionen Quadratmeter Logistik- und produktionsnahe Immobilien in Betrieb. Die Spitze des Eisberges, rund 50 Millionen Quadratmeter, balanciert mit Engpass und Leerstand. Viele wissen, ab 85 Prozent Auslastung wird’s teuer im Betrieb; man steht sich einfach im Weg.

Die Lösung: Eine zündende Idee und den Stein einfach ins Wasser werfen. Logistik 4.0 Lösungen machen es möglich jenseits altbekannter Pfade zu gehen. Logistik 4.0 belebt die Integration logistischer Prozesse – inner- und außerhalb von Produktionsanlagen oder Handelsunternehmen – bis zur dezentralen Echtzeitsteuerung der logistischen Netzwerke.

COWAREHOUSING funktioniert wie Coworking, nur im Lagerbereich. Sharing economy neu gedacht. Die Methoden der Logistik Service Agentur liefern nicht nur diesen „use case“. Die LSA Philosophie: Vorsprung durch Innovation statt bedrückender Preis- und Verteilungskämpfe. Das Ziel: „use cases“ für die vorübergehende Monopolstellung schaffen. Wenn ein anderer es nachmacht wird die nächste Entwicklungsstufe gezündet.

Im Businessplan ist deshalb ein Bergprofil zu sehen. Der Aufstieg zuweilen steil, der Ausblick mal berauschend, mal wirkt die Luft dünn, Nebengipfel, Täler und Meilensteine (Camps) wechseln sich ab. Das Basiscamp, also die erste Finanzierungsrunde mit Seed-Captial ist geschafft. Der Aufstieg zum Camp 1 machbar, das Portal und die AGB´s entstehen, das Netzwerk auch. Mit der zweiten Finanzierungsrunde im Camp 1 entscheidet sich, wie das Geschäftsmodell zum Fliegen kommt.

COWAREHOUSING fliegt unter dem Radar der Makler und Portale, die Flächen auf Dauer vermitteln. Projektentwickler lassen Neubauten entstehen, je mehr desto besser. Lagerbetreiber erhalten einen neuen Vertriebskanal, Betreiber produktionsnaher Hallen den Marktzugang für die Zwischennutzung. Ähnliche „use cases“ sind bisher nur in den USA und Frankreich zu finden. Entweder werden dort freie Kapazitäten in Wertschöpfung umgewandelt oder Platz fürs Kerngeschäft gewonnen. Alle arbeiten ohne Maklercourtage und lange Vertragslaufzeit, mit einfacher Administration und Organisation. Wichtig sind dabei nicht nur Flächen, sondern der Betrieb des auditierten Partners. Über die COWAREHOUSING-Plattform bleibt jeder im Netzwerk, Anbieter werden so zu Nachfragern und umgekehrt. Bei Bedarf wird nur der Status verstellt, in Echtzeit.

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